Die Lernwerkstatt stellt sich vor
Hört man das Wort Werkstatt, denkt man meist an Hammer, Nägel und Schraubenzieher. Diese Werkzeuge braucht man in unserer Werkstatt nicht. Trotzdem geht es ähnlich zu. Die Kinder sollen durch entdeckendes Lernen ihre eigenen Lernwege finden und beschreiten können.
Die Zweit- und Drittklässler unserer Schule arbeiten einmal in der Woche selbstständig, mit einem Partner oder in der Gruppe an einem bestimmten Thema der Mathematik. Zu diesem Thema stehen verschiedene Lernmaterialien mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Die Kinder dürfen nach einer gemeinsamen Eingangsphase selbst wählen, womit sie eigenverantwortlich arbeiten wollen. Dazu müssen Regeln gemeinsam erarbeitet und erprobt werden.
Der Lehrer nimmt in der Lernwerkstatt weniger die Rolle des Wissensvermittlers ein, vielmehr als Tutor, Berater und Mitgestalter von individuellen Lernprozessen.
Ziel des Werkstattunterrichts ist die allseitige Förderung des Kindes, die Entfaltung individueller Begabungen, das Aufholen von Rückständen und die Vermittlung grundlegender Arbeitstechniken. Gleichzeitig trägt diese Form des gemeinsamen Arbeitens zu Hilfsbereitschaft, Kommunikationsbereitschaft und Rücksichtnahme unter den Kindern bei.
Die zentrale Idee ist es Selbständigkeit und Mündigkeit der Kinder zu fördern. Dies wird im Unterricht der Lernwerkstatt unterstützt durch offene Unterrichtsformen und eine anregende Lernumwelt mit verschiedenen Aktivitätszonen.
Ich hoffe durch meine Arbeit die Kinder auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleiten zu können.
Sabine Menchen, Förderlehrerin

